Flugplatz Oberschleißheim und Hochmuttinger Heide

siehe auch Tagebuch 2006

 Am ehemaligen Militärflüghafen schafbeweidete Heideflächen, die im Süden in den Korbinianiwald übergehen.
An wertgebenden Arten kommen verschiedene Bläulinge und Dickkopffalter vor, u.a. Pyrgus armoricanus.

Charakteristische Tagfalterarten



Östlich davon am westlichen Waldrand des Schweizerholzes
relativ großflächige Neuanlagen von Heideflächen als Ausgleichsflächen
für diverse Überbauungen im Norden Münchens (u.a. Panzerwiese)
auf bisher landwirtschaftlich genutzten Fluren (ab ca. 1995).
Nahebei das Gut Hochmutting. Neuerdings als Hochmuttinger Heide bezeichnet.
Aktuell sehr zahlreich: Hufeisenklee-Gelbling, Himmelblauer Bläuling und Zwergbläuling

 

Flugplatz:
Gebüschreiche Ruderalflur auf dem Flugplatzgelände von Oberschleißheim
Der südlich von Oberschleißheim gelegene Sportflugplatz wird teilweise als Schafweide
genutzt. Kleinflächig konnte auf vor etwa 25 Jahren abgeschobenen (und seitdem nur unregelmäßig beweideten) Flächen die natürliche Sukession einsetzen. So findet sich westlich des Friedhofes von Hochmutting (der sogenannten Jakobsklause) inzwischen dichtes Weiden- und Sanddorngebüsch. Entlang des geteerten Radweges und eingestreut in das Gebüsch finden sich noch lückige, z.t. schottrige, durchwegs äußerst ameisenreiche Ruderalfluren mit viel Hornklee (Lotus corniculatus), Wiesen- Flockenblume (Centaurea jacea), Thymian (Thymus sp.), Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor), Hauhechel (Ononis spinosa), Hohlzahn (Galeopsis sp.) und Roter Zahntrost (Odontites rubra), an etwas feuchteren Stellen auch Kuckucks- Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi) und Kleiner Klappertopf (Rhinanthus minor). An Tagfaltern kommen derzeit u.a. folgende Arten vor: Äüßerst zahlreich, an manchen Tagen in den Jahren 1992-1995 zu mehreren Hunderten der früher entlang der Isar in Wildflußlandschaften beheimatete Silberfleck-Bläuling Lycaeides idas, dessen Raupen immer von Ameisen umgeben sind. Flugzeit ist von Mitte Mai bis in den Oktober (2-3 Generationen pro Jahr). Desweiteren der Kronwicken-Dickkopf (Erynnis tages), der Rote Würfel-Dickkopf (Spialia sertorius), beide im Mai fliegend und auf Rohböden angewiesen, der Rundaugen-Mohrenfalter (Erebia medusa) und der Perlgrasfalter (Coenonympha arcania). Durch die starke Ausbreitung des Land-Reitgrases und die fortschreitende Verbuschung nehmen die offenen Schotterfluren ab.