Isarauen bei Fischerhäuser
Struktur- und artenreicher Auwald östlich der Isar unterhalb von
Ismaning. Besonders wertvoll für die Schmetterlinge sind kleinflächige
Lichtungen, Aufwuchsflächen und die S-N-verlaufende Stromleitungstrasse. Letztere
wurde bis 2005 meistens im August gemulcht, seit 2006 wird im Juli bzw. zuletzt
im Juni in völlig unverantwortlicher Weise komplett durchgemulcht mit
entsprechend negativen Auswirkungen für einige im Naturraum hochgradig bedrohte
Pflanzen- und Tierarten, so wurden u.a. die Orchideenarten Platanthera
clorantha, Gymnadenia conopea und Orchis militaris in Stücke gerissen (weiter
unterhalb bei Erching wurde 2010 der Frauenschuh mit Vorsatz? zerfetzt). Bei
den Tagfaltern ist insbesondere das völlig isolierte Reliktvorkommen vom Wald-Wiesenvögelchen wieder mal in unverantwortlicher
und gesetzwidriger Weise geschädigt worden. Seit 2006 auf der Stromleitung und
damit in den gesamten Isarauen bei Fischerhäuser verschollen sind der
Mädesüß-Perlmuttfalter und der Frühlings-Mohrenfalter, nachweislich Opfer
dieses Mulchmahdtermins. Das Blaukernauge scheint durch den vorgezogenen
Mulchtermin eher profitiert zu haben (der vorige Zeitpunkt der Mahd im August war
da wohl noch ungünstiger). Ansonsten entstehen durch Aufforstungen in
Lichtungsbereichen unnötige Beeinträchtigungen (auf brennentauglichen Standorten
gingen die Aufforstungen aber erfreulicherweise teilweise schlecht an). Diese wenige
Hektar großen, zeckenreichen und gebüschdurchsetzten Grasinseln liegen verborgen
im Auwald und sind der Hauptlebensraum von Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha
hero) und Blaukernauge (Minois dryas).
Trotz aller Beeinträchtigungen sind die Isarauen im nordwestlichen
Gemeindegebiet von Ismaning immer noch eines der schmetterlingsreichsten
Gebiete im Bereich der Inn-Isar-Schotterplatten, alleine über 50 Tagfalterarten
konnte ich in Dutzenden von Begehungstagen hier seit 1986 nachweisen.
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Artenliste Isarauen bei
Fischerhäuser (eigene Beobachtungen ab 1986) |